Tübingerinnen räumen bei DM 10 Kilometer Straße ab
Das 10-Kilometer-Rennen der Frauen in Uelzen wurde am Sonntag zum Ausscheidungsrennen. Doch als die letzte Linkskurve bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften am Neuen Rathaus durchlaufen wurde, war noch ein Trio an der Spitze und hoffte auf den Sieg. Kurz vor dem Ziel am Alten Rathaus zog Eva Dieterich (LAV Stadtwerke Tübingen) auf und davon.
Mit 31:54 Minuten setzte sich die 26-Jährige mit einer Sekunde Vorsprung knapp vor Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald) durch. Bis zur letzten Kurve war auch Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) im Rennen um Gold dabei. Doch sie konnte auf den finalen Metern nicht zusetzen und lief am Ende mit 32:01 Minuten wie ihr Ehemann Hendrik bei den Männern auf den Bronzerang.
„Ich bin unfassbar zufrieden. Es war wohl das beste Feld, das jemals bei der 10-Kilometer-DM am Start war. Die letzte Runde war ultrahart“, jubelte Eva Dieterich nach ihrem Sieg. Die Rückreise nach Tübingen trat Eva Dieterich mit einer zweiten Goldmedaille im Gepäck an. Denn zusammen mit Lisa Merkel (32:10 min) und Antonia Schiel (32:34 min) gewannen die Tübingerinnen souverän den Team-Titel. Dabei steigerten sie die Deutsche Bestleistung, aufgestellt vom SCC Berlin bei der DM 2021 in Uelzen, um fast drei Minuten.
Julia Ehrle stürmt zum nächsten Titel
Sie war die wohl größte Favoritin der 10-Kilometer-DM: Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald). Die U20-Weltmeisterin im Berglauf hielt zunächst mutig Anschluss an die Spitzengruppe der Frauen und musste am Ende nur 13 Läuferinnen der Frauen- und U23-Klasse den Vortritt lassen. Mit 33:26 Minuten hatte sie am Ende einen klaren Vorsprung und gewann ihre nächste Goldmedaille bei Deutschen Nachwuchsmeisterschaften.
Silber in der U23 gewann Leonie Fileviez Pérez (MTG Mannheim; 37:51 min). Im separaten Rennen der W50 bis W80 lieferte W55-Siegerin Tanja Saretzki (LG Hohenfels) die schnellste Zeit ab. Mit 40:44 Minuten war sie mehr als eine Minute schneller als W50-Siegerin Karin Schenk (TV Waldstraße Wiesbaden; 41:52 min). In ähnlicher Manier dominierte Danny Schneider (TSG Schwäbisch Hall) mit 31:14 Minuten das M45-Rennen.
Auch die Sieger der M60 und M65 unterboten deutlich die 40-Minuten-Marke. Martin Rapp (LAV Stadtwerke Tübingen; 37:44 min) war stärkster Läufer der M65-Konkurrenz. Nur sieben Sekunden über der 40-Minuten-Marke blieb M70-Sieger Thomas Jäger (LAS Essingen). In der zweitältesten Klasse M80 ging der Titel an Wolfgang Nehring (LAV Stadtwerke Tübingen; 47:26 min).
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